TopTanzClub Rot-Gold Schwäbisch Hall e.V.

Tanzen! Weil es Spaß macht, gesund ist und fit hält!

Kleines Tanzlexikon

Tanzen lernen

Wer das Tanzen lernen will, wählt dazu häufig eine (ADTV-)Tanz­schule. Dort kann in verschiedenen Kurs­stufen das Tanzen erlernt werden. Nach den Grund­kursen besteht die Möglichkeit in Medaillen­kursen oder in Tanz­kreisen das tänzerische Können weiter auszubauen.

Auch viele Sport- und Tanz­sport­vereine bieten Workshops an, in denen Grund­kenntnisse im Tanzen vermittelt werden. Das Ausbauen der tänzerischen Fähigkeiten ist im Anschluß in Tanz­kreisen oder Tanz­clubs möglich.

Sowohl in Tanz­schulen als auch in den Vereinen ist das Ablegen von Prüfungen möglich. In Tanz­schulen nennt sich das Deutsches Tanz­abzeichen (DTA). Das Äquvivalent in den Vereinen nennt sich Deutsches Tanz­sport­abzeichen (DTSA).

Während das Deutsche Tanz­sport­abzeichen «freiwillig» in Verein abgelegt werden kann, ist das Deutsche Tanz­abzeichen in Tanz­schulen für bestimmte weiterführende Tanz­kurse (Medaillen­kurse) Pflicht! Vor allem bei Schüler und Jugendlichen ist z. B. die Bronze-Prüfung ein Silber­kurs Voraussetzung. Bei den Erwachsenen besteht in Tanz­kreisen nicht mehr unbedingt die Notwendigkeit für das Ablegen einer Prüfung.

Tanzen als Breiten­sport

Es ist nicht so wichtig, dass Tanz­schritte korrekt ausgeführt werden? Es sollen viele Figuren und Schritt­folgen vermittelt werden? Die Freude und der Spaß am Tanzen stehen im Mittel­punkt? Es ist wichtig mit Gleich­gesinnten zusammenzutreffen und gemeinsam Spaß zu haben? Dann wird Breiten­sport betrieben!

Darf es etwas mehr sein? Soll mehr Wert auf Stil, Haltung, Tanz­richtung und die Charakteristik des Tanzes gelegt werden? Soll mehr darauf geachtet werden, dass die Figuren auch richtig ausgetanzt werden? Auch dann ist es noch Breiten­sport – wenn auch auf einer anderen Ebene!

Breiten­sport­angebote gibt es sowohl in Tanz­schulen als auch in Vereinen. Eigentlich ist jeder Tanz­kreis – ganz gleich ob in einer Tanz­schule oder im Verein – eine Breiten­sport­gruppe!

Leistungs­tanz­sport

Wenn der zweite Absatz unter «Tanzen als Breiten­sport» mit «Ja» beantwortet werden kann und außerdem das Interesse besteht, sich mit anderen Paaren zu messen, dann nennen wir das Leistungs­tanz­sport!

In der Regel beginnt niemand mit dem Tanzen, weil auf Turnieren angetreten werden soll. Das ergibt sich irgendwann mit der Zeit. Die Gründe können dabei unterschiedlich sein.

Breiten­sport­wettbewerbe und Turnier­tanzen

Wer Interesse an Tanz­sport­wettbewerben zeigt, hat mehrere Möglichkeiten:

  • Breiten­sport­wettbewerbe
  • Turnier­tanzen

Dabei sind Breiten­sport­wettbewerbe nicht unbedingt eine Vorstufe zum Turnier­tanzen! Bei beiden Arten des Wettbewerbs sind unterschiedliche Bedingungen und Voraussetzungen gegeben. An Breiten­sport­wettbewerben können Breiten­sportpaare teilnehmen, Turnier­paare – wenn zugelassen – nur unter bestimmten Voraussetzungen. Dafür ist es Breiten­sport­paaren nicht gestattet (Ausnahme) an Tanz­turnieren teilzunehmen.

Breitensportwettbewerbe

Breiten­sport­wettbewerbe werden in der Regel von Tanz­sport­vereinen aus­getragen. Der Veranstalter kann durch eine Viel­zahl von Rahmen­bedingungen den Wett­bewerb beeinflussen:

  • Wird ein Einzel- oder Mannschafts­wettbewerb veranstaltet?
  • Gibt es eine Alters­beschränkung?
  • Sind Turnier­paare zugelassen (wenn ja unter welchen Voraus­setzungen)?
  • Wie viele Durch­gänge werden getanzt?
  • Welche Pflicht­tänze müssen getanzt werden?
  • Welche Wahl­tänze stehen zur Aus­wahl?

Im Gegen­satz zum Turnier­tanzen gibt es bei diesen Wettbewerben keine Schritt­begrenzung und keine Unter­teilung in Leistungs­klassen.

Turniertanzen

Im Turnier­tanzsport werden die Paare nach festen Regeln nach Alter und Leistungs­stand in Klassen ein­geteilt. In den unteren Leistungs­klassen sind nicht alle Schritt­folgen und Figuren erlaubt (Schrittbegrenzung). Der Grund dafür ist, dass die Paare erst die Basis für sauberes Tanzen erlernen und nicht durch besondere Figuren und Schritt­folgen auffallen sollen.

In den verschiedenen Start­klassen sind die Anzahl der Tänze und die Tänze selbst fest vorgegeben. Die Start­klassen werden wiederum nach Standard und Latein sowie Kombination oder «Zehn Tänze» (Standard und Latein) unter­schieden.

Turniertanzen – Startklassen

Die Turnier­paare werden in folgende Leistungs- bzw. Start­klassen eingeteilt: D, C, B, A und S. Dabei ist die D-Klasse die Einsteiger­klasse. Nach und nach steigen die Paare in die höheren Klassen auf. Die notwendigen Voraus­setzungen für den Auf­stieg in die nächst­höhere Leistungs­klasse werden in der TSO (Turnier- und Sport­ordnung unter F Teil 1 7. Auf- und Abstiegsregelungen) und der Aufstiegs­regelung des TBW (Tanz­sport­verband Baden-Württem­berg) beschrieben. Die höchste Klasse, die im Amateur­tanz­sport erreicht werden kann, ist die S(onder)-Klasse.

Diese Tänze werden in den verschiedenen Start­klassen getanzt:
Startklasse Standard-Tänze Ab­kürz­ung Latein-Tänze Ab­kürz­ung
S, A, B, C, D Langsamer Walzer LW Cha Cha Cha CC
S, A, B, C, D Tango TG Rumba RB
S, A, B, C, D Quickstep QU Live JV
S, A, B, C Slowfox SF Samba SB
S, A, B Wiener Walzer WW Paso Doble PD
Die Tänze in den verschiedenen Start­klassen und ihre Reihen­folge nach TSO:
Startklasse Standard Latein
D LW, TG, QU CC, RB, JV
C LW, TG, SF, QU SB, CC, RB, JV
B, A, S LW, TG, WW, SF, QU SB, CC, RB, PD, JV
Turniertanzen – Altersklassen

Die Alter­seinteilung erfolgt in Kinder I und II (bis auf Weiteres als Kinder zusammen­gefasst), Junioren I und II, Jugend, Hauptgruppe, Hauptgruppe II und Senioren I bis IV. In der Latein­disziplin gibt es für Senioren die Alters­klassen Senioren I, II und III.

Altersklasse Alter Turnierart Startklassen Informationen
Kinder I 9 Standard / Latein D, C Höchst­alter des älteren Partnes.
Kinder II 11 Standard / Latein D, C Höchst­alter des älteren Partnes.
Junioren I 13 Standard / Latein D, C, B Höchst­alter des älteren Partnes.
Junioren II 15 Standard / Latein D, C, B Höchst­alter des älteren Partnes.
Jugend 18 Standard / Latein D, C, B, A Höchst­alter des älteren Partnes.
Hauptgruppe 19 Standard / Latein D, C, B, A, S Mindest­alter des älteren Partnes.
Hauptgruppe II 28 Standard / Latein D, C, B, A, S Mindest­alter eines Partnes.
Senioren I 30/35 Standard / Latein D, C, B, A, S Mindest­alter des jüngeren/ des älteren Partners.
Senioren II 40/45 Standard / Latein D, C, B, A, S Mindest­alter des jüngeren/ des älteren Partners.
Senioren III 50/55 Standard D, C, B, A, S Mindest­alter des jüngeren/ des älteren Partners.
Senioren III 50/55 Latein A, S Mindest­alter des jüngeren/ des älteren Partners.
Senioren IV 60/65 Standard B, A, S Mindest­alter des jüngeren/ des älteren Partners.
Senioren IV 60/65 Latein - -
Verzahnung Breiten- und Leistungs­sport

Der DTV (Deutscher Tanzsport Verband e.V.) ermöglicht Paaren aus den Breiten­sport im Turnier­tanz­sport in der D-Klasse mitzutanzen. Hierfür gelten besondere Regeln aus der TSO (Turnier- und Sportordnung). Breiten­sportler haben sich in diesem Fall auch an die Schritt­begrenzungen, die in der D-Klasse üblich sind, zu halten. Weitere Infos gibt es auf der Webseite des DTV unter Sportentwicklung.